Mich beschäftigt die Frage, wo und wann unser Gebet besonders viel bewirkt. Soll ich mir vielleicht einen Gebetsraum in unserem Haus einrichten, an dem ich immer bete und dadurch du auch besser hörst, wenn es immer derselbe Ort ist. So wie damals dein Volk Israel im Tempel angebetet hat. Wie können unsere Gebete am besten zu dir durchdringen und wie können wir die Gebetserhörungen dann am besten empfangen?
„Meine geliebte Tochter,
schon damals war es wichtig für mein Volk, dass sie einen Ort hatten, zu dem sie sich im Gebet hinwenden konnten. Dann fällt es jedem einzelnen leichter zu glauben, dass das Gebet erhört wird. Ich habe sie aus Ägypten herausgeführt und in das Land Israel eingepflanzt und der Weinstock ist gewachsen in alle Himmelsrichtungen. Mit Jesus Christus hat er sich noch weiter ausgebreitet in alle Völker hinein. Ich habe Kinder überall auf dem Globus, die alle untereinander verbunden sind durch die Wurzel, die auch heute noch in Israel ihren Ursprung hat. Und jedes Gebet, was im Glauben gesprochen wird und im Bewusstsein dieser Verbundenheit mit der Wurzel und dem Stamm, bewirkt, dass durch die Reben hindurch die Nährstoffe und das Lebenswasser fließen zu dem hin, der betet. Und dort bewirkt es Wachstum und Leben und Heilung in das ganze Land hinein, in dem der Beter wohnt. Dieses Bewusstsein ist nicht an einen Ort gebunden, doch ein Gebetsraum hilft den meisten Menschen, diese Verbundenheit besser zu spüren. Aber wenn du betest und dabei denkst, dass du alleine das Land retten musst, dann wird dein Gebet nicht viel ausrichten. Dann hast du die Rebe abgeschnitten und es kann nichts zu dir fließen. Lebe in dem Bewusstsein, mit Jesus Christus fest verbunden zu sein und sein Segensstrom wird dich zum Staunen bringen und Dankbarkeit wird sich ausbreiten in dir und um dich herum. So wächst der Weinstock immer weiter.
In Liebe mit dir verbunden, dein Papa“
Ich habe zwei Weinstöcke in meinem Garten, die sich ganz schnell ausbreiten und ihre Reben in alle Richtungen strecken. Das ist ein schönes Bild, daran erinnert zu werden, wie sich dein Evangelium ausbreiten wird, wenn ich in dir verwurzelt bleibe. Bitte erinnere mich daran, wenn ich bete, wo auch immer das sein wird.
Wenn eine Hungersnot oder Pest oder Dürre oder Getreidebrand oder Heuschrecken oder Raupen im Lande sein werden oder sein Feind im Lande seine Städte belagert oder irgendeine Plage oder Krankheit da ist – wer dann bittet und fleht, es sei jeder Mensch oder dein ganzes Volk Israel, die da ihre Plage spüren, jeder in seinem Herzen, und breiten ihre Hände aus zu diesem Hause, so wollest du hören im Himmel, an dem Ort, wo du wohnst, und gnädig sein und schaffen, dass du jedem gibst, wie er gewandelt ist, wie du sein Herz erkennst – denn du allein kennst das Herz aller Menschenkinder –, auf dass sie dich fürchten allezeit, solange sie in dem Lande leben, das du unsern Vätern gegeben hast. 1. Könige 8, 37-40
Du hast vor ihm Raum gemacht und hast ihn lassen einwurzeln, dass er das Land erfüllt hat. Berge sind mit seinem Schatten bedeckt und mit seinen Reben die Zedern Gottes. Psalm 80, 10-11
Wie ihr nun angenommen habt den Herrn Christus Jesus, so lebt auch in ihm, verwurzelt und gegründet in ihm und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und voller Dankbarkeit. Kolosser 2, 6-7