Nach einem ausführlichen Spaziergang lasse ich mich auf der Terrasse nieder und genieße die letzten Sonnenstrahlen. Da höre ich eine schöne Melodie mit sehr vielen Variationen und Tönen. Ich lausche aufmerksam und meine Augen suchen nach dem Sänger, der so ein schönes Lobpreislied angestimmt hat. Wo hat er sich nur versteckt?
„Diese Lieder genieße ich auch, denn sie erklingen die ganze Zeit von überall auf der Erde. Die Singvögel loben mich dafür, dass ich sie mit allem versorge, was sie brauchen und ihnen den Lebensraum gegeben habe, den sie bewohnen dürfen. Sie sind sehr dankbare Geschöpfe und probieren einfach verschiedene Töne und Melodien aus, gerade so, wie sie es mit ihrer Stimme können. Ich wünsche mir, dass auch die Menschen wieder lernen, mir spontan ein Lied zu singen; keines von denen, die sie schon kennen oder sogar auswendig singen können, sondern ein neues Lied, nur für mich. Es macht nichts, wenn die Melodie wieder verloren geht, nachdem sie es gesungen haben, denn in mir wird es weiter klingen, wenn es aus Liebe und Dankbarkeit angestimmt wird, hinein bis in die Ewigkeit …“
Leise formen sich ein paar Töne in meiner Kehle und dann kommen noch ein paar Worte dazu und nach einer Weile stimme ich fröhlich in den Lobgesang der Amsel mit ein. Wir haben einen wunderbaren Gott, der uns geschaffen hat zum Lob seiner Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen!
„Darüber sitzen die Vögel des Himmels und singen in den Zweigen.“ Psalm 104, 12