Ich muss an die frische Luft! Einfach mal die Gedanken etwas auslüften. Deshalb bin ich gerade unterwegs auf dem Spazierweg über die Felder am Rande unseres Wohngebietes. Es gehen mir viele sorgenvolle Gedanken durch den Kopf. Was wird die Zukunft bringen? Werde ich genug Kraft haben für die Aufgaben, die vor mir liegen? … Die Sorgen klingen in meinem Kopf wie das Gekrächze der Raben, die über mir hinweg fliegen und sich dann auf einem abgeernteten Maisfeld niederlassen, um nach Körnern zu suchen. Ob sich die Raben wohl auch manchmal Sorgen machen? Jetzt in der kälteren Jahreszeit finden sie doch bestimmt nicht immer gleich etwas zu fressen, oder Gott?

„Oh doch, es ist immer reichlich da. Für die Raben habe ich gut vorgesorgt. Sieh doch selbst, wie viele Maiskörner und sogar ganze Maiskolben hier auf dem Feld auch noch nach der Ernte herumliegen. Das wird ihnen noch lange als Futter dienen. Raben sind sehr ausdauernd, wenn sie nach Nahrung suchen, deshalb hat Noah nach der Sintflut auch zunächst einen Raben losgeschickt um herauszufinden, ob man auf dem Land wieder leben könnte. Die Raben teilen auch gerne, weil sie wissen, dass ich sie immer gut versorge. Deshalb gebrauche ich sie mitunter, um Menschen zu versorgen, wenn es ihnen nicht gut geht, so wie zum Beispiel den Propheten Elia. Diese Raben sollen dich heute daran erinnern, dass ich auch für dich stets gut sorgen werde. Lass deine rabenschwarzen Gedanken einfach zu mir emporsteigen wie diese Vögel. Ich werde mich darum kümmern! Ich weiß, was die Zukunft für dich bringen wird. Sei gewiss, ich werde dich in allen Dingen begleiten.

Es stimmt! Als ich den abgeernteten Acker näher betrachte, sehe ich, dass dort tatsächlich nicht nur Maiskörner, sondern auch ganze Maiskolben herum liegen. Ich entscheide mich dafür, Gott zu vertrauen und meine Sorgen fliegen zu lassen. Er hat bereits gut für mich vorgesorgt. Gott sei Dank!

„Seht die Raben: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie haben keinen Keller und keine Scheune, und Gott ernährt sie doch. Wie viel mehr seid ihr als die Vögel!“ Lukas 12, 24