Es ist Nebelung. So hieß der November früher, der Nebelmonat. Noch vor der Arbeit habe ich heute Morgen einen Termin bei meiner Zahnärztin. Der kürzeste Weg dahin führt über einen kleinen Berg. Als ich mit dem Auto im Tal losfahre, ist die Sicht noch ganz klar, aber je weiter es bergauf geht, umso trüber werden die Aussichten – im wahrsten Sinne des Wortes. Ich bin spät dran. Deshalb ärgere ich mich darüber, nun gezwungen zu sein langsam zu fahren. Gott, da fehlt mir echt der Durchblick. Warum gibt es denn bloß den Nebel?
„Ich ärgere mich genauso wie du über den Nebel. Die Kälte der Nacht hat dazu geführt, dass die Luftfeuchtigkeit an den Schmutzpartikeln in der Luft kondensiert ist. Dadurch können Menschen und Tiere ihren Weg nicht mehr so gut erkennen und auch der Blick auf meine Schöpfung verschwimmt. Erst wenn die Sonne kräftig genug von oben auf den Nebel scheint und dort die nötige Wärme erzeugt, dann kann die Feuchtigkeit wieder verdunsten und der Nebel löst sich auf. Ich liebe die Wahrheit, die Klarheit und Reinheit und ich hasse es, wenn die Wahrheit verschleiert, verzerrt oder bis zur Unkenntlichkeit entstellt wird. Doch die Lügen sind oft ganz subtil und schleichen sich ein wie der Nebel. Der Feind versucht beständig, mein Wort in Zweifel zu stellen oder zu verdrehen. Wer diesen kleinen Lügen glaubt, der braucht sich nicht wundern, wenn die Wahrheit in seinem Denken immer mehr vernebelt wird. Viele Menschen, Gruppen oder auch Denominationen irren im Nebel umher, weil sie irgendwann aufgehört haben, von mir die Klarheit und den Durchblick zu erbitten. Sie haben sich stattdessen eigene Theorien und Lügengebäude erbaut, die sie nun von mir trennen wie der Nebel. Wie gerne würde ich mit meiner Wahrheit und Liebe wieder zu ihnen hindurchdringen.
Wie leicht glauben wir den Meinungen und Aussagen, die heutzutage über die Medien verbreitet werden, ohne wirklich zu hinterfragen. Lass dich wieder neu darauf ein, Gott bei der Meinungsbildung mit einzubeziehen und um Klarheit zu bitten, wo dir der Durchblick fehlt.
„Ich tilge deine Missetat wie eine Wolke und deine Sünden wie den Nebel. Kehre dich zu mir, denn ich erlöse dich!“ Jesaja 44, 22