Ich befinde mich auf dem Heimweg von einem Tagesseminar und freue mich auf das Abendessen mit meiner Familie. Ich bin gut vorangekommen ohne Stau auf der Autobahn. Im Auto ist es ziemlich warm, denn unsere Klimaanlage hat ihren Dienst schon eine Weile aufgegeben. Glücklicherweise ist es nicht mehr weit bis nach Hause. Nach einer engen Kurve sehe ich vor mir einen Regenbogen und kann es kaum glauben, denn die Straße ist komplett trocken und kein Tropfen Regen auf der Windschutzscheibe. Es kommt mir vor wie ein Wunder. Ein Regenbogen an sich ist schon immer ein schöner Anblick, aber ohne Regen weit und breit doch kaum möglich. Gott, hast Du diesen Regenbogen extra für mich geschickt?
„Nein, diesmal nicht. Der Regenbogen steht als Zeuge in den Wolken für alle Menschen. Weißt du noch, was er bezeugt? (Ich nicke.) Ja, du weißt, dass er das Zeichen meines Bundes ist zwischen mir und allem, was lebt auf Erden. Nie wieder soll es eine Sintflut geben. Aber ich lüge nicht, wenn ich sage, dass ich dieses Versprechen nur geben konnte, weil mein Sohn es nicht ertragen hat, die Geschöpfe, die wir aus Lehm geformt hatten, in den Fluten versinken zu sehen. Er hat mich inständig gebeten, nach einen Weg zu suchen, der es verhindert, dass so etwas immer wieder geschehen muss. Ich habe ihm in die traurigen Augen geschaut und dann habe ich ihn gefragt, ob er bereit wäre, an ihrer Stelle zu sterben. … Wir hatten beide Tränen in den Augen, als er „Ja“ sagte. Deshalb bezeugt der Regenbogen auch heute noch, dass das Licht dieser Welt bereit war, sich an den Regentropfen des Gerichts brechen zu lassen und dadurch die wunderbare Liebe zu seinen Geschöpfen in den herrlichsten Farben am Himmel erstrahlt.“
Auch ich habe Tränen in den Augen, als ich inzwischen über doch nasse Straßen nach Hause fahre und der herrliche Regenbogen nun direkt über unserem Ortsschild steht. Jesus, danke, dass du für mich gestorben bist und bitte, lass es möglichst viele Menschen ebenfalls erkennen, was du für sie getan hast, wenn sie einen Regenbogen sehen.
„Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.“ 1. Mose 9, 13