Ein anstrengender Tag liegt hinter mir. Vieles ist gut gelaufen, manches auch nicht so gut. Ich liege müde im Bett und lasse die Szenen des Tages nochmals an mir vorbeiziehen. sssssssssssssssssssssssssssssssss – Ein ganz leiser Ton wird immer lauter, bis er direkt neben meinem Ohr verstummt. Klatsch! Ich verpasse mir selbst eine Ohrfeige, schalte das Licht ein und suche nach dem kleinen Tierchen, das mir das sanfte Einschlafen zunichte gemacht hat. Da! An der weißen Wand kann sie sich nicht verstecken. Meine rechte Hand holt zum Schlag aus und landet unsanft an der Wand – direkt daneben! Ich sehe sie nicht mehr, aber ein leises, deutlich vernehmbares Geräusch verrät mir, dass sie noch nicht das Zeitliche gesegnet hat. Nein! Gott, warum hast du bloß diese Plagegeister erschaffen?
„Sei nicht so hart zu diesem Mücken. Treffe kein so vorschnelles Urteil. Natürlich ist es sehr unangenehm für Menschen und Tiere, wenn die blutsaugenden Insekten versuchen, an diese für sie und ihr Art überlebenswichtige Flüssigkeit zu kommen. Auch sie sind mit Adam und Eva aus dem Paradies verbannt worden. Sie haben den Baum des Lebens jetzt nicht mehr zur Verfügung. Die Stechmücken waren dafür geschaffen, die ganz kleinen Blüten am Baum des Lebens zu bestäuben. Im Blütennektar konnten sich die Eier prima entwickeln. Die einzige lebendige Flüssigkeit, die sie nun noch finden können, ist das Blut von anderen Lebewesen. Sie leiden zusammen mit der ganzen Schöpfung unter dem Sündenfall und warten darauf, dass Jesus wiederkommt und die paradiesischen Zustände wiederherstellt.
Oha! Darauf wäre ich im Traum nicht gekommen! Fast mitleidig lausche ich dem gerade noch sehr verhassten Geräusch. Das Wort „Blutspende“ bekommt für mich eine ganz neue Bedeutung. Ich danke Gott dafür, dass er mir die Erlösungsbedürftigkeit jedes einzelnen Geschöpfes heute so deutlich vor Augen gestellt hat. Wünschst du dir auch, dass Jesus bald kommt, um diesen Zustand zu beenden?
„Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick mit uns seufzt und sich ängstet. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir den Geist als Erstlingsgabe haben, seufzen in uns selbst und sehnen uns nach der Kindschaft, der Erlösung unseres Leibes.“ Römer 8, 22+23