In unseren Breitengraden sind die lauen Sommernächte, in denen man lange draußen sitzen kann, inzwischen rar geworden. Deshalb liebe ich es umso mehr, wenn es einmal warm genug ist, den Abend mit meinem Mann auf der Terrasse zu verbringen und den Sternenhimmel zu betrachten. Wir tauschen Gedanken über die letzte Woche aus, genießen den Augenblick und träumen auch ein wenig in die Zukunft hinein. Da! Eine Sternschnuppe! Ein kleiner Freudenschauer durchströmt meine Seele angesichts dieses, nur einen kurzen Augenblick andauernden Naturschauspiels. Gott, ist das ein kleiner Abendgruß? Darf ich mir etwas von Dir wünschen?

„Du darfst dir immer etwas von mir wünschen, nicht nur, wenn du gerade eine Sternschnuppe beobachtet hast. Ich entscheide dann, ob ich dir den Wunsch erfülle, oder nicht.“ Einverstanden, dann wünsche ich mir Weisheit zu erkennen, was du dir dabei gedacht hast, die Sterne an den Himmel zu setzen. „Diesen Wunsch erfülle ich dir gerne. Nachdem ich die Sonne als Licht für die Dauer des Tages und den Mond als Licht für die Dauer eines Monats gemacht hatte, brauchte ich noch etwas, um den Menschen zu zeigen, wann die Erde einmal die Sonne umkreist hat. Die Sterne musste ich deshalb fest ans Firmament setzen und auch in den verschiedenen Sternbildern anordnen, damit sich die Menschen im Laufe des Jahres immer wieder daran orientieren können. Sterne sind ebenso gasförmig wie die Sonne und in ihrem Inneren finden dieselben chemischen Reaktionen statt, die sie zum Leuchten bringen. Meine Söhne und Töchter bergen in sich das Geheimnis des lebendigen Wortes. Wenn sie meine Worte in ihren Herzen und in ihrem Mund lebendig werden lassen, dann können sie anderen Menschen Orientierungshilfe sein im Laufe der Zeiten. Nicht alle strahlen so hell wie die Propheten, aber jedes meiner Kinder leuchtet in die Welt hinein.“

Nachdenklich betrachte ich den Sternenhimmel und versuche mich an die Worte zu erinnern, die andere Menschen in mein Leben hineingesprochen haben. Ich will sie nicht vergessen, sondern darauf achten und mich an ihnen orientieren. Schreibe dir alle Worte auf, bei denen du merkst, dass sie mehr sind als nur Menschenworte, damit sie nicht verschwinden wie eine Sternschnuppe!

„Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.“ 2. Petrus 1, 19

Bildquelle: http://www.ruedfotos.de/news/2012/3312/perseiden-sternschnuppen-fotografieren/

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