In der Natur unterwegs zu sein, finde ich persönlich sehr spannend. Denn zu jeder Jahreszeit gibt es neue Sachen zu entdecken. Jetzt im Frühling haben es mir wieder einmal die Osterglocken und Tulpen angetan. Es scheint sie nicht zu interessieren, an welchen Orten sie in die Erde gesteckt wurden. Diese Blumenzwiebeln fangen einfach an zu wachsen, wenn es wärmer wird und die Tage länger werden. Egal ob sie sich an unwirtlichen Stellen durch die Erde quälen müssen oder den Winter über von irgendwelchen Sträuchern überwuchert wurden; sie bahnen sich den Weg und präsentieren ihre schönen Blüten. Während ich noch staune über das Erwachen der Natur und mich und Gott frage, was ER sich wohl dabei gedacht hat, als ER die Blumenzwiebeln geschaffen hat, lausche ich auf seine Antwort:
„Als ich am Anfang die Pflanzen erschaffen habe, gab es die Jahreszeiten noch nicht. Aber ich wusste schon, dass Frost über die Erde kommen würde und habe mir die Blumenzwiebeln ausgedacht. Den Keimling, der das Wachstum der einzelnen Blumen aus den Zwiebeln bewirkt, schützte ich durch die verschiedenen Schichten der Zwiebel und die Schale. So würde er auch Kälte- und Frostperioden überstehen können. So wie sich die Menschen nach dem Winter über die neuen Blüten freuen, so freue ich mich darüber, wenn ein Mensch eine Gabe, die ich in ihn hineingelegt habe und die er eine Zeit lang ruhen ließ, wieder entdeckt und sie nicht länger versteckt, sondern für mich einsetzt.“
Wow, war das eine Aufforderung an mich? Gibt es da eine Gabe, die ich länger versteckt habe vor Gott und vor anderen? Ist es jetzt an der Zeit, dass diese Gabe zu neuem Leben erwacht? Gibt es eine Gabe, die Du eine Zeit lang hast ruhen lassen? Gott würde sich bestimmt darüber freuen, wenn sie in diesem Jahr wieder erblüht!
„Die Blumen sind aufgegangen im Lande, der Lenz ist herbeigekommen, und die Turteltaube lässt sich hören in unserm Lande.“ Hoheslied 2, 12